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Herzlich Willkommen zur Megalomania Theatergruppe

 

 

 

 

 

 

WER WIR SIND

Megalomania – Größenwahn – ist das, was uns als Amateur Theatergruppe antreibt, (die für besondere Anlässe professionelle SchauspielerInnen engagiert) uns an immer neue Herausforderungen zu wagen, an ihnen zu wachsen und dabei immer eine Menge Spaß zu haben. In unseren Räumen zeigen wir klassische, sowie moderne Stücke gespielt von Kindern, Jugendlichen und noch-nicht-Erwachsenen.

Bevorstehende Veranstaltungen

Für Lehrer, die ihre Abende nicht mit den Schülern verbringen wollen und für Schüler, die ihre Abende nicht mit den Lehrern verbringen wollen: Vormittagsvorstellungen im Megalomania Theater

Bei Interesse melden sie sich bei uns, wir bieten ihnen auch gerne die Möglichkeit an, einen individuellen Termin für eine Aufführung zu vereinbaren.

Judenhass ist heilbar

Unser Theaterstück Mischmasch zeigt David, einen jungen Mann, dessen Familie bei einem Pogrom umgebracht wurde, der sich in Vera verliebt, deren Vater Juden hasst. Auch sie ist erst bestürzt, als sie erfährt, dass dieser "wunderbare junge Mann" ein Jude ist.

 

Als ich dieses Stück auf den Spielplan setzte, es aus dem Englischen übersetzte und inszenierte tat ich das mit dem Wunsch, dass es ganz viele Schülerinnen und Schüler und auch ihre Lehrerinnen und Lehrer sehen.

 

Darum:

 

Wer denkt, dass es in den Schulen keine antisemitischen Vorfälle gibt, lebt in einem Wolkenkuckucksheim.

Lasse ich Vorfälle aus meiner eigenen Schulzeit vor 1961 beiseite, bleiben die Situationen, die ich Generationen später als Lehrer erlebte. Schüler, die mich fragten, ob es stimme, dass Juden keine Steuern zahlen, und Großeltern, die sich über ihren Schwiegersohn, Vater einer Schülerin, beschwerten: Er sei wie ein Jude, wirft man ihn zur Tür hinaus, kommt er zum Fenster wieder herein. Und wer Ohren hat zu hören, muss mitbekommen, wie "Du Jude!" ein gebräuchliches Schimpfwort in den Schulen ist. Und als letztes Beispiel: Als ich einmal meinen kleinen Enkelsohn mit in der Schule hatte, stand Tim, du Judenbengel an der Tafel.

Das ist unangenehm, aber harmlos im Vergleich zu dem, was man im Netz lesen kann, wenn man "Makkabi", "Frankfurt" und "Antisemitismus" als Suchbefehle eingibt. (Makkabi ist der Name von jüdischen Sportvereinen in Deutschland) Hier ein paar Überschriften

 

Integration: Makkabi-Chef spricht über Antisemitismus im Sport | fnp.de

 

Judenfeindlichkeit im Sport: Makkabi-Chef beklagt mehr Antisemitismus . www.spiegel.de

 

Der traurige Fußball-Alltag bei Makkabi Frankfurt - Bild.de

 

Wer denkt, dies habe nichts mit dem muslimischen Einwandern der letzten Jahre, egal ob als Flüchtlinge oder Arbeitsimmigranten, zu tun, lügt sich etwas in die Tasche. Aggressiver Judenhass ist vermehrter unter ihnen zu finden als in anderen Teilen der Bevölkerung- Damit es keine Missverständnisse gibt. Nicht die Muslime sind Judenhasser, aber unter ihnen gibt es sie mehr und radikalere als in anderen Gruppen der Bevölkerung.

 

Und was hat das mit dem Stück von 1908 zu tun?

 

Shakespeare ließ den Dänenprinz eine Schauspielaufführung organisieren, damit er heraus-bekommt, was Claudius mit dem Tod seines Vaters zu tun hat. Und was für Hamlet galt, gilt auch heute noch.

Man nehme ein altes, aber gutes Stück, und zeige es dem Menschen, mit denen man ins Gespräch kommen will ... und was wie ein Gespräch über russische Flüchtlinge in New York 1908 beginnt, wird zu einem Gespräch über vergleichbare Situationen, Motive und Vorurteile heute.

 

Als ich in Frankfurt Griesheim in der Integrierten Gesamtschule unterrichtete, waren die Jugendlichen aus der Türkei und den arabischen Ländern zahlenmäßig die größte Gruppe. Ich kandidierte als Verbindungslehrer und alle Schülerinnen und Schüler konnten abstimmen. Mein Gegenkandidat war ein knuddeliger Junglehrer und ich gewann, ohne etwas zu verschweigen und mich zu verstellen.

Vieles, was an Hass und Vorurteilen mitgegeben wird, ist durch Aufrichtigkeit und Dialog zu regulieren. Wegschauen nutzt nicht. aber Judenhass ist heilbar.

 

Mischmasch ist keine weltanschauliche Medizin, aber ein sinnvoller Anstoß, ins Gespräch zu kommen ... und ein gutes, manchmal komisches, manchmal bewegendes und trauriges Theaterstück.

 

Vorgespräche in den Klassen sind möglich, Gespräche nach den Vorstellungen auch. Bei Neugier und Bedarf schicken wir den Text vorab zu. Karten für Schülerinnen und Schüler kosten bei Gruppenbestellungen € 4,00 pro Person.

 

Aufführungen finden an folgenden Daten statt (Einlass jeweils 30 Minuten vor Spielbeginn):

- Fr, 15.11.19 (18:00 Uhr)
- Fr, 22.11.19 (19:30 Uhr)
- Sa, 23.11.19 (16:00 Uhr, Familienpreise)
- Mi, 27.11.19 (19:30 Uhr)
- Do, 05.12.19 (19:30 Uhr)
- Fr, 13.12.19 (19:30 Uhr)
- Di, 17.12.19 (18:00 Uhr)

Karten gibt es an der Abendkasse oder bei eventim.de
Preise: 12 € Normal, 5€ ermäßigt

 

Schöne Grüße

 

 

Abraham Teuter